Denkmalgeschützte Villa in Potsdam-Babelsberg: diskrete Vermittlung an einen Eigennutzer

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ReferenzPotsdam-Babelsberg

Denkmalgeschützte Villa in Potsdam-Babelsberg: diskrete Vermittlung an einen Eigennutzer

Denkmalgeschützte Villa in Potsdam-Babelsberg: diskrete Vermittlung an einen Eigennutzer

Ein Objekt, das nicht öffentlich beworben werden durfte, mit Denkmalauflagen und einem Käuferkreis von unter zwanzig realistischen Adressen.

Objektart
Villa, Baujahr 1908, Denkmalschutz
Wohnfläche
412 m²
Grundstück
1.640 m² mit Altbaumbestand
Ergebnis
Off-Market-Verkauf, 6 Besichtigungen insgesamt

Manche Verkäufe scheitern daran, dass sie öffentlich stattfinden. Bei dieser Villa in Babelsberg war die Diskretion nicht Marketing, sondern Bedingung: Die Eigentümerfamilie war regional bekannt, im Haus lebten noch Angehörige, und ein Portalauftritt hätte innerhalb von Tagen zu Gesprächen in der Nachbarschaft geführt.

Wir haben das Objekt daher vollständig off-market bearbeitet. Es gab kein Exposé zum Download, keine Adresse in Unterlagen, keine Außenaufnahmen mit erkennbarem Umfeld. Interessenten erhielten nach einem persönlichen Gespräch und einer Bonitätsbestätigung eine gedruckte Objektdokumentation, die vor Ort ausgehändigt und wieder eingesammelt wurde.

Inhaltlich lag die Arbeit in der Denkmalfrage. Das Haus stand unter Schutz, die letzte umfassende Sanierung lag über zwanzig Jahre zurück, und für Kaufinteressenten war die entscheidende Unsicherheit nicht der Preis, sondern die Frage: Was darf ich hier überhaupt verändern? Wir haben deshalb vor der Vermarktung ein Vorabgespräch mit der zuständigen Denkmalbehörde geführt und die Ergebnisse verschriftlicht — welche Fenstererneuerung genehmigungsfähig ist, welche Grundrissänderungen im Inneren möglich sind, wie mit der Heizungsanlage umzugehen ist. Ergänzend haben wir eine Kostenschätzung eines auf Denkmal spezialisierten Architekturbüros beigelegt.

Der Käuferkreis war klein: knapp zwanzig Adressen, davon sechs Besichtigungen. Ein Bauträger bot am aggressivsten, wollte aber eine Aufteilung in vier Einheiten prüfen — für die Verkäufer ausgeschlossen. Gekauft hat eine Familie zur Eigennutzung, die die Sanierung über vier Jahre in Abschnitten umgesetzt hat.

Der erzielte Preis lag im oberen Drittel der Bewertungsspanne. Wichtiger war den Verkäufern etwas anderes: Es gab keinen einzigen öffentlichen Hinweis darauf, dass das Haus jemals am Markt war.


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