Sanierungsobjekt Königs Wusterhausen: Kostenwahrheit als Verkaufsstrategie
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ReferenzKönigs Wusterhausen
Sanierungsobjekt Königs Wusterhausen: Kostenwahrheit als Verkaufsstrategie

Ein Haus mit Feuchteschaden, das drei Käufer nach dem Gutachten verloren hatte — und mit dem vierten Ansatz erfolgreich verkauft wurde.
- Objektart
- Zweifamilienhaus, unsaniert
- Wohnfläche
- 215 m²
- Problem
- Feuchteschaden im Souterrain
- Ergebnis
- Verkauf nach Sanierungsgutachten
Bevor wir mandatiert wurden, hatte dieses Haus drei Kaufinteressenten verloren — jeweils nach der zweiten Besichtigung, jeweils nachdem ein mitgebrachter Handwerker oder Gutachter den Feuchteschaden im Souterrain gesehen hatte. Das Muster ist typisch: Ein Verkäufer erwähnt einen Mangel nicht, der Käufer entdeckt ihn selbst, und ab diesem Punkt ist nicht mehr der Mangel das Problem, sondern das verlorene Vertrauen.
Wir haben deshalb vor der Wiederaufnahme der Vermarktung ein vollständiges Bauzustandsgutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis war weniger dramatisch als befürchtet: Die Ursache war eine fehlende horizontale Sperre in Verbindung mit einer defekten Grundstücksentwässerung an der Nordseite. Es gab keinen Schwammbefall und keine statische Beeinträchtigung. Die Sanierung wurde von zwei Fachbetrieben unabhängig kalkuliert, beide Angebote lagen im mittleren fünfstelligen Bereich und wurden dem Exposé beigelegt.
Gleichzeitig haben wir aufgearbeitet, was das Haus tatsächlich wert macht: eine Grundstückslage mit Südgarten, ein zweiter separater Eingang, der eine Vermietung oder Generationennutzung erlaubt, eine kurze Wegstrecke zum S-Bahnhof, und Bausubstanz aus Vollziegel ohne Setzungsrisse. Diese Punkte wurden nicht behauptet, sondern belegt — mit Fotos, Aufmaß und Auszügen aus dem Gutachten.
Der Preis wurde bewusst nicht als Verhandlungspreis mit Puffer angesetzt, sondern als Marktpreis abzüglich der belegten Sanierungskosten. Das hat eine Käufergruppe angesprochen, die vorher gar nicht in Betracht kam: Handwerksbetriebe und sanierungserfahrene Eigennutzer, die mit einem klar bezifferten Aufwand kalkulieren können.
Verkauft wurde nach elf Wochen an ein Ehepaar, das die Sanierung in Eigenleistung mit einem Fachbetrieb für die Abdichtung umsetzte. Es gab keine Nachverhandlung und keine Mängelrüge nach Übergabe. Aus unserer Erfahrung ist ein bezifferter Mangel im Exposé fast immer günstiger als ein entdeckter Mangel bei der Besichtigung.
